«Manchmal gehen wir spontan Müll einsammeln.»

Zuhörerei: Notiz Nummer 103

«Ich will aktiv sein. Demos allein, sind nicht so mein Ding. Ich will dabei etwas Konkretes machen. Das sich ewige Aufregen und Empören über Unzulänglichkeiten nützt niemandem,» sagt mir Petra, die mit ihrer gelben Weste  und einem weissen Eimer an der Klimademo mitläuft. «Ja, es gibt Menschen, die wirklich etwas sichtbar verändern. Zusammen mit meinem Mann, sind wir aktiv tätig bei den Clean-Walkers. Seit Neuestem gibt es diese Gruppe auch in Uster.   

Wir engagieren uns ehrenamtlich gegen Littering. Manchmal gehen wir spontan fötzele, lesen alles auf, was auf dem Boden gelandet ist. Das hat manchmal auch Symbolcharakter. Wenn es die Situation zulässt sprechen wir vor Ort mit jungen Leuten. Das braucht Fingerspitzengefühl.

Auf den Überland-Autostrassen gibt es zurzeit sehr viel zu tun. Was da einfach achtlos aus den Fenstern geworfen wird, geht auf keine Kuhhaut. Die Zigarettenstummel sind das grösste Problem.» Petra drückt mir eine Broschüre vom Oekotox-Zentrum in die Hand. Sie klärt mich auf:  

«Einen Zigarettenstummel auf den Boden zu werfen, ist die meist akzeptierte Form von Littering und für viele Raucher ganz normal. Zigarettenkippen enthalten zahlreiche giftige Chemikalien, die so in die Umwelt gelangen. Durch Auswaschen von Nikotin kann ein Zigarettenstummel 100 Liter Wasser verunreinigen.»

Petra möchte ein Foto für den Blog machen, auf dem man das Logo der Clean-Walkers sieht. «Auch der längste Weg beginnt mit einem ersten Schritt», steht auf blauem Hintergrund. Der Hintergrund ist Wasser. Die fleissige Ameise auf dem Logo macht schon mal eine Putzrunde und sagt: «Let’s go.» 

Lena Estermann, notiert in der Zuhörerei am Klimastreik in Uster.

Eine Frau mit gelber Weste und einem Weissen Eimer. Auf dem Eimer steht Lets go.
Bereit für den Einsatz: Petra sammelt für die Clean-Walkers freiwillig Müll in Uster ein.

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