„Uster kennt man weit über die Stadtgrenzen hinaus.“

Zuhörerei: Notiz Nummer 96

Am Rande des H2U Festivals unterhalte ich mich mit zwei Securitas Mitarbeiter*innen. Sie diskutieren die Frage: Gibt es in Uster Menschen, die Sie übersehen?

 Er: Schauen Sie, Uster kennt man weit über sie Grenzen hinaus. Grundsätzlich können sich Menschen in Uster einbringen, wenn sie es wollen. Klar gibt es Menschen, die ich nicht gerne sehen möchte. Es gibt viele komische Gestalten am Bahnhof, im Stadtpark. Uster ist häufig in den Schlagzeilen. Hier kann man auch problemlos bis am Morgen um vier feiern. So etwas spricht sich herum. Uster ist ein Domizil für Gruppierungen. Es gibt auch Externe, die vorbeikommen, um ein Theater zu veranstalten. Sogar die St. Galler kommen nach Uster in den Ausgang.

Sie: Deshalb bin ich, wenn es eindunkelt nie alleine am Bahnhof oder  im Stadtpark unterwegs. Es gibt hier Menschen, die mir ein ungutes Gefühl vermitteln.

Er: Es braucht mehr Sicherheit, mehr Prävention.

Sie: Grundsätzlich habe ich gegen niemanden Vorurteile, bin ja selber Ausländerin. Uster ist eine Multikultistadt. Man muss lernen, sich anzupassen. Wenn ich in ein anderes Land gehe, muss ich mich auch automatisch anpassen, ansonsten verpasse ich automatisch den Anschluss. In Uster herrscht ein gutes „Mitenand-Klima“, das wird uns hier am Festival ja unmittelbar vorgelebt. Jeder hilft jedem. Die Gäste werden  gerne gesehen und willkommen geheissen.  Es ist mein Lieblingsfestival. Darum verpflichte ich mich hier jedes Jahr  wieder erneut,  einen guten Job zu machen. Sie strahlen definitiv dieses Familiengefühl aus und das ist magnetisch.

Überhaupt wohne ich gerne in Uster. Ich habe eine kleine Tochter.Wir nutzen regelmässig die Kinder- Spielplätze und würden uns freuen, wenn die Stadt grosszügig Platz für eine oder zwei neue Spieloasen schaffen würde.

Lena Estermann, notiert in der Zuhörerei auf dem Zeughausareal am H2U Openair.

Zwei Securitasbeamte auf dem Gelände des H2U Festivals
Nicht viel zu tun an den H2U Sommer-Konzerten. Den beiden Securitas Mitarbeiter*innen gefällt das Mitenand-Klima.

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