„Quartierläden statt Lumpenkästen.“

Zuhörerei: Notiz Nummer 91

Im Gespräch mit einem Paar, das mit seiner Familie in Uster wohnt, frage ich die beiden, ob Uster eine Stadt für alle sei? „Uster ist eine soziale Stadt, bietet vieles für viele. Ich würde sie anders ausbauen: sanfter, niederschwelliger“, sagt der Mann. „Anstelle dieser Hochhäuser im Zentrum – ich nenn sie Lumpenkästen – würde ich im Kern mehr Quartierläden und eine bunte Restaurant-Kultur ansiedeln. Wir brauchen nicht immer mehr. Wir sollten kreativer umgehen, mit dem, was wir schon haben. Das Illuster wurde mit dem Umbau auch nicht besser.“

„Uster ist keine historisch gewachsene Stadt. Ein städtischer Kern fehlt“, sagt die Frau. „Anstatt Asphaltflächen, wünsch ich mir grüne Spielwiesen für Kind und Kegel. Ein grosses Brocki im Zentrum wäre auch toll. Die Hochbeete vom „Herzkern“ sind  schon mal ein Beispiel in die richtige Richtung. Das belebt die Stadt. Uster ist keine fertige Stadt, das bietet Potential für kreative Ideen.“

Lena Estermann, notiert in der Zühörerei am See.

Der Kern in Uster: Zwischen den Hochhäusern stehen derzeit Hochbeete.

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