„Der viele Müll am See ist schmerzlich.“

Zuhörerei: Notiz Nummer 86

Ein kleiner Wonnepfropfen acht Monate alt, liegt wohl behütet und weich gebettet auf einer Sitzbank neben dem 8610 Seerestaurant. Das Büebli saugt an seiner Milchflasche, die ihm sein Vater hin hält. Der Vater geniesst die gemeinsame Auszeit mit dem Sohn.  

„Der Kleine ist friedlich, schläft, trinkt, schläft, trinkt. Unsere fünfjährige Tochter ist ein anderes Kaliber. Sie springt, tanzt, erkundet die Welt wie ein Wirbelwind. Du rennst ihr ständig hinterher. Meine Frau und ich teilen uns die Kinder oft auf. Wir brauchen diese kleinen Verschnauf-Pausen um frische Energien zu tanken.   

Wir haben in Wallisellen, Dübendorf und Schwerzenbach gewohnt und sind nun wir wieder glücklich in Uster gelandet. Ich bin hier aufgewachsen. Wir fühlen uns als kleine Familie rundum beheimatet. 

Wir wohnen in der Nähe des Sees. Ich renne viel und geniesse die Natur. Das Ufer ist praktisch unverbaut. Am Abend ist hier am See ein Volksauflauf. Viele Besucher*innen lassen ihren Müll einfach liegen. Das ist schmerzlich anzusehen. Wenn man in den Schulen kreativ zum Thema „Littering am Greifensee“ sensibilisieren würde, könnte man viele junge Leute für eine nachhaltig Idee gewinnen.“

Der Schoppen ist leergetrunken. Das Büebli möchte nun die ganze Aufmerksamkeit seines Vaters für sich alleine.

Lena Estermann, notiert in der Zuhörerei am See.

Babywagen am Greifensee
Auszeit für Papa und Baby am Greifensee.

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