Finden in Uster wirklich alle ein Daheim?

Zuhörerei, Notiz Nummer 82

«Nein Herr Beusch, wir vermieten nicht an Afrikaner.» «Nein Herr Beusch, wir wollen keine Sozialfälle im Haus.» «Nein Herr Beusch, sie müssen uns gar keine Mieter mehr vorschlagen.» Der Mann, der mir von seinen Erfahrungen erzählt ist Sozialarbeiter und Diakon der reformierten Kirche. Er unterstützt Menschen, die alleine kaum eine Chance haben, in Uster eine Wohnung zu bekommen. «In den letzten fünf Jahren ist uns das zwar immer wieder auch geglückt. Zum Beispiel indem der Wohnfonds der reformierten Kirche die Kaution als zinsfreies Darlehen für den Mieter übernommen hat. Aber es ist schwierig, sehr schwierig! Wenn Uster eine Stadt für alle sein will, sollten doch alle – so unterschiedlich sie sind – ein Daheim finden können. Sonst ist dieses ‘alle’ schnell nur noch eine kleine bestimmte Auswahl. Ist Uster auch eine Stadt für Menschen mit wenig Einkommen oder mit einer grossen Familie?»

Beatrice Stebler, notiert in der Zuhörerei

Blcik auf die Stadt Uster mit katholischer Kirche
„Menschen, die von der Sozialhilfe leben, Menschen, die geflüchtet sind, haben es schwer in Uster eine Wohnung zu bekommen. Wir unterstützen sie. Aber es wird immer schwieriger.“

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