„Eine Verabredung in der Woche reicht.“

Zuhörerei: Notiz Nummer 76

„Leider habe ich keine Zeit, euch zu erzählen“, sagt mit der Mann am Rande der Zuhörerei. Er ist auf dem Sprung in sein Geschäft. Und dann sprudelt es doch aus ihm heraus: „Ich muss aufholen, aufholen, aufholen. Alles, was ich während Corona nicht verdienen konnte, muss ich jetzt rein holen. Ich hoffe, ich habe keine Minute Pause. Ich hoffe auf ganz viele Kunden, die jetzt nachholen, was sie alles während Corona nicht machen konnten. Bis jetzt ist das aber leider nicht so.

Ich bin schon voll wieder am hetzen, das mag ich eigentlich nicht. Da hatte Corona auch etwas Gutes: Ich hatte keine Termine, musste nirgends hin, musste niemanden umarmen und küssen. Ich hatte viel Zeit daheim mit meiner Familie. Jetzt ist die Agenda wieder voll. Ehrlich gesagt reicht mir eine Verabredung die Woche völlig. Mehr ist mir zu viel. Aber jetzt muss ich los.“

Beatrice Stebler, notiert in der Zuhörerei an der Poststrasse

Eine geöffnete Agenda ohne Termineintrag
„Keine Termine während Corona, das hatte auch etwas Gutes.“

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