„Der Duft des Holzes macht mich froh.“

Zuhörerei: Notiz Nummer 68

„Wie viele Jahre ich schon im Wald arbeite, zähl ich nicht mehr. Der Wald ist mein Zuhause. Die frische Luft brauch ich zum Atmen, der Duft des Holzes macht mich froh. Ich bin gerne draussen und liebe es, meine Hände einzusetzen. Die Bäume kenne ich mit geschlossenen Augen. 

Meine Hauptarbeit besteht aus dem «Abaschte». Ich entferne mit meiner Handsäge die unteren Äste der jungen Bäume, damit das Licht wieder Platz hat. Das Licht hilft den jungen Bäumen zu wachsen.  Zusammen mit meinem Kollegen bereite ich Holzstücke für das Geweih und die Beine für Rentiere vor. Diese Rentiere verkaufen wir dann am Ustermärt.

Ich bin sogar in meiner Freizeit gerne im Wald und helfe einem Freund privat bei anstehenden Arbeiten. Dort darf ich manchmal mit der Motorsäge hantieren. Langeweile kenne ich nicht. Einen Tag pro Woche arbeite ich mit im Gartenraum Werkheim. Ich wohne im Kubus vom  Werkheim zusammen mit meiner Wohngruppe. Ich kann selber waschen und möchte bald kochen lernen. Meine Hobbys sind Schwimmen, Velofahren, ab und zu einen Match schauen. Ich helfe auch aktiv mit bei den Papiersammlungen.“

Lena Estermann, notiert in der Zuhörerei auf Distanz beim Forsteinsatzplatz des Werkheims

Werheim-Bewohner bei der Arbeit im Wald
„Ich kenne die Bäume mit geschlossenen Augen.“

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