„Ich will meine Energien für gute Taten nutzen.“

Zuhörerei: Notiz Nummer 63

„Gib mir eine Schaufel, einen Pickel, eine Säge, dann bin ich parat zum Schaffen.“ Francisco schüttelt seine wilden Locken und lacht weit und breit in den Wald hinein. „Ich kann anpacken, schleppen, tragen, bin die rechte Hand meines Chefs beim Baumfällen. Vielleicht bin ich auch das Mädchen für alles. Oder der Wrestler. Oder der Springer. Das Rössli beim Schachspiel springt ja auch wie ein grosses L einmal über das Eck nach rechts oder das Eck nach links. Im Wald ist es sehr hilfreich, wenn du flink und beweglich bist.

Ich will meine Energien nützen für gute Taten. Der Wald braucht Schutz und Hilfe. Die vom Sturm geschädigten Bäume müssen weggeräumt werden. Sie sind eine Gefahr für uns und die Waldspaziergänger. Ich bin da, um Neues dazuzulernen. Wir pflegen den Wald, räumen ihn auf, tun etwas gegen die Verbreitung des Borkenkäfers. Die Rottanne verliert vorzeitig ihre Tannenzapfen, weil es lange zu trocken war. Die Eichhörnchen freut das.                                                                               

Ich arbeite nicht nur im Wald, sondern auch noch in unserer Werkheimgärtnerei Gartenraum als Aushilfe. Wenn mich niemand provoziert und mich dauernd auf den zwei Meter Abstand kontrollieren will, bin ich sehr friedlich. Wegen einem Corona-Kranken in meinem Wohnheim musste ich kurzfristig ins Werkheim ziehen. Das setzt mir ein bisschen zu. Ansonsten bin ich eine Frohnatur. Mein Lieblingsbaum ist übrigens definitiv der Olivenbaum. Dies, weil ich Spanier bin.                                                                                     

Lena Estermann, notiert in der Zuhörerei auf Distanz beim Forsteinsatzplatz des Werkheims

Arbeitsplatz vom Werkheim im Wald. Männer bei der Arbeit
Haupttreffpunkt vom Forsteinsatz Werkheim.

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