Schick und solidarisch mit Masken aus Uster

Zuhörerei: Notiz Nummer 46

Die Nähmaschinen rattern ohne Unterbruch: „Wir arbeiten rund um die Uhr, die Nachfrage ist riesig und hat uns überrollt“, erzählt mir Miriam Vieli-Goll am Telefon. Mehrere selbständige Kleinunternehmerinnen nähen aus der Not heraus Mundschutzmasken im Akkord. Masken zum Schutz vor Viren. Masken aber auch als Mittel gegen die eigene Arbeitslosigkeit. „Heute habe ich die verschiedenen Social-Media Plattformen, Whatsapp und Mail genutzt, um unser Maskenprojekt flott zu machen. Es geht für uns Unternehmerinnen um das nackte Überleben. Wohnungsmieten und Krankenkassenprämien müssen beglichen werden“, sagt die Fotostylistin. Die Idee hätte ihre Freundin Edith Kleisner, Apothekerin in Wetzikon-Kempten gezündet. Sie reagierte prompt auf den weltweiten Maskenengpass der Pandemie Covid-19. Die beiden Frauen sind ein eingespieltes Team. Die Fotostylistin gestaltet schon seit Jahren regelmässig die Schaufenster der Apotheke. Quasi über Nacht gründeten die Freundinnen eine lokale Manufaktur. Miriam sagt: „Mit Kreativität und kluger Tatkraft schaffen wir gemeinsam einen Weg aus der Krise. Damit ermöglichen wir es den selbständig erwerbenden Frauen, ihr Grundeinkommen zu sichern.“ Medichick-Masken sind aber noch mehr, sagt Miriam: «Sie sind stylisch, nachhaltig und sie sehen gut aus. Vor allem aber sind sie ein Statement für die Solidarität mit Menschen, die härter von der Coronakrise betroffen sind, als andere.»

www.medischick.ch / www.100frauen.ch

Lena Estermann, notiert in der Zuhörerei auf Distanz am Telefon.

Von Hand genäht: Die Medichick-Masken entstehen im Zürcher Oberland.

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