Von wegen „Stadt für alle“

Bis auf ganz wenige Ausnahmen sind die sichtbaren Reaktionen auf die „Fragenstellerei“ positiv ausgefallen. Eine Ausnahme bildet die Situation, als die Fotografin der Intervention am Ustermarkt-Abend beim Nüssli-Kreisel den Weg eines Mannes kreuzte, der seinen Unmut über die „Stadt für alle“ kundtat. Empört, ja erzürnt sei er gewesen, als er diese Fragen im Stadtraum gesehen habe. Die Idee der „Stadt für alle“ stehe in krassem Widerspruch zu seiner eigenen Lebenserfahrung der letzten Jahre. Immer wieder habe er sich schickaniert gefühlt, sein „Recht auf Wohnen“ sei ignoriert worden, weshalb ihm diese Fragen richtiggehend wehtun würden.

Mark Riklin, 4.12.2019 / Foto: Nadia Galli

Ein junger Mann steht auf einem Abstellgleis am Bahnhof von Uster. Er hält die Tafel mit der Frage: „Gibt es in Uster Menschen, die sie übersehen“ in der Hand.